Freitag, Mai 25, 2007

Einen Tag lang Arschloch

Heute ist Arschlochtag. Warum? Weil ich das sage! 24 Stunden Unverschämtheiten und Dreistigkeiten aus einer Körperöffnung - dem Mund - fließen lassen, um andere Leute auf die wichtigen Dinge im Leben hinzuweisen.

Los gehts an diesem beschissenen - natürlich, könnte ein Arschlochtag schön sein? Sicherlich nicht! - Tag mit Hundi Paule. Zuerst hält man ihm den gestern frisch gekauften Knochen vor die Schnauze, um ihn anschließend auf Brusthöhe zu halten. Das Vieh springt hoch und dabei verpasst man ihm einen Tritt. Hundi fliegt gegen die Zimmertür - TOOR!

Nach dem Verlassen des 12 qm² großen Stadions geht es in den Garten. Moment mal...es ist warm, die Sonne scheint und die Leute schwitzen. Die brauchen unbedingt eine Abkühlung. Das Arschloch lässt nicht lange auf sich warten, zückt den Gartenschlauch und jeder, der vorbeikommt, erhält seine verdienten fünf Liter Eiswasser. Die zielstrebig auf einen zukommenden Leute werden freundlich abgewiesen, mit dem Satz, dass sie sich doch nicht zu bedanken bräuchten...und falls doch, dann nur mit Euronen!

So richtig interessant wird der Tag für ein Arschloch aber erst, wenn es sich an Plätze begibt, auf denen viele Menschen herumwuseln. Damit meine ich keine indischen Basars, sondern eine Universität zum Beispiel. Obwohl so ein Platz voller Inder auch Vorteile hätte. Kühe wehren sich nicht und die Inder versteht man nicht. Naajaa! Also, an der Universität angekommen, stößt man erstmal die in Reih und Glied angeordneten und abgeschlossenen Fahrräder an. Der Hochschulpräsident fragt im Vorbeigehen beiläufig: "Ja is' dän heut scho' Domino-Day?".

Das Arschloch folgt dem Mann durch den Haupteingang und erblickt ein Paradies voller...Leere. Kein Schwein ist da, dass man als Arschloch dafür missbrauchen könnte, sich in seiner eigenen Scheisse zu wälzen. Unmut macht sich breit...zwischen dem Arschloch und der Leere. Bis, ja bis sich die Gänge füllen. Vorlesungsende. "Jetzt geht's los", freut sich Student X. "Worauf du dich verlassen kannst du naives Stück.", antwortet das Arschloch treffend höflich.

Im selben Moment lässt Bauer Alles-Reiter drei Schweine frei. Das Arschloch hat sie bestellt und vorher mit den Nummern eins, zwei und vier versehen. Seit nunmehr zwei Jahren wird nach Schwein Nummer drei gesucht. Amateure!

A pro pos Schwein und Scheisse. Im Sommer nimmt man Gerüche besonders stark war. Selbst ein Arschloch bleibt davon nicht verschont. Am WC eines mit Personen besetzten Zuges wird das Arschloch unfreiwillig an sich selbst erinnert. AM WC, nicht IM. Drinnen wird die Feinstaub-, ich korrigiere, die Dickkotbelastung zu hoch sein. Kein guter Ort für ein Arschloch...ironischer Weise, dessen ist sich selbst das Arschloch bewusst.

Interessant war jedoch, dass der Zugreisende neben dem Arschloch so riecht, als würde er nachts auf dem WC schlafen. Klingt abartig, ist aber so...wirklich. Blöd ist nur, dass das Arschloch ihn damit nicht abziehen kann. "Du riechst ja genau so wie ich!", kommt überhaupt nicht cool, geschweige denn proletenhaft oder dominant rüber. Das Arschloch grübelt, der Passagier daneben stinkt. So hat halt jeder seinen Aufgabenbereich und muss diesen auch erfüllen. Gerade will das Arschloch zum ultimativen Vergeltungsschlag ausholen, da geht der Passagier einfach und steigt am nächsten Halt aus.

Sein Vertreter verbessert die Situation des Arschlochs in keinster Weise. Passagier 152 riecht nach Fahne und winkt mit einer Wodka-Flasche in der Hand. Freak. Dem Arschloch wird es zu bunt und es beginnt mit Phase 1 seiner Entleerung. "Bor, riecht ihr das auch? Der Alki neben mir hat die Hosen voll." - Gelächter. Wäre der Wodka konsumierende Mensch neben dem Arschloch nicht bereits rot im Gesichtselfmeter, würde er es spätestens jetzt werden. Das Arschloch beginnt bereits mit Phase 2. Kurz bevor der Zug erneut hält, rusht das Arschloch zur base, also zum WC, verstopft es, zieht ab, springt aus dem Zug und sieht die Scheisse am Horizont, wie sie mit dem Abendhimmel zu einer Farbe verfließt.

"So ein Arschloch!", kommentiert Hans Wurst das Szenario, dass sich ihm und seinem Kollegen - Axel Schweiß - soeben geboten hat. Das Arschloch ist am Ziel und das nicht nur in einfacher Bedeutung des Wortes. "Steil...!"

Freitag, Mai 11, 2007

Warum bin ich so vergesslich?

Ich weiß es nicht, der Scheiss bringt mich ausm Gleichgewicht. Warum bin ich so vergesslich? Ich weiß es nicht und wenn ich's wüsste, würd ich nich fragen....

Tjaha! So ergeht es nicht nur einem Sprechgesangssänger (lol) namens Nico Suave, sondern auch Euch! Und mir! Und Dir! Und denen da drüben auch! Denen, deren Lebensweise schlicht viel zu krass für Körper und Geist ist. Das sind die Leute, die wissen, dass sie sich ändern müssen und das schon am nächsten Tag...wenn sie es bis dahin nicht wieder vergessen haben! Ihr Leben ist wie ein Kreisverkehr, an dem nur
Einbahnstraßen abzweigen, die aus dieser Richtung nicht befahren werden dürfen.

Ihr wisst was passiert, wenn man zu lange im Kreis fährt? Euch wird schlecht, es geht euch richtig dreckig und alles kotzt euch an - ihr übrigens auch mal die Anderen und die Wassertoilette, yes yo!
Es geht also immer auf der gleichen Umlaufbahn im Kreis umher. Keine gerade Strecke zieht sich bis zum Horizont der Sonne entgegen. Stattdessen bleibt ein Rhythmus, den man eckigen Zirkel nennen kann...oder einfach nur schwul, homo, das Gegenteil von hetero, vom anderen Ufer.

So eine übelst geile Situation nennt sich auch Dilemma. Ohne in die Zukunft schauen zu können, lässt es sich nicht aus dem Weg räumen. Du hast vielleicht deinen Revolver in der Hand, aber der Abzug fehlt - oder der Mumm, den Abzug zu betätigen. Den Mumm, den du mal wieder im Leben zeigen musst, ohne zu wissen was dabei herauskommt. Macht das Sinn? Man weiß es nicht und ich schon gar nicht.

Ist es nicht so, dass alles Vor- und Nachteile hat? Ist es nicht so, dass man sich von anderen Menschen zu Entscheidungen verleiten lässt, nur weil man zu feige ist, es selber in die linke oder rechte Hand zu nehmen? Ist es nicht so, dass man in seinem eigenen Hirn keine objektive Entscheidung fällen kann? Ein Subjekt, das objektiv denken kann, möchte ich mal kennen lernen. Ist es nicht so, dass Entscheidungen die Zukunft prägen und man vor derselben einfach Schiss hat? Angst aus Unwissenheit könnte ein Möchtegern-Pädagoge dazu sagen. Professoren nennen es z.B. so.

Was machst du, wenn du etwas nicht mit voller Willensstärke angefangen hast? Es aufgeben? Und dann? Etwas ähnliches neu beginnen? Und das wieder mit Zweifeln? Wenn ständig gezweifelt wird und alles Vor- und Nachteile hat, kann man schonmal den Überblick verlieren. Du brauchst also Hilfe, aber die Hilfe ist weniger objektiv als Parteiprogramme. Du sprichst mit einer Mauer, die dich zurück drückt, weil sie durch dich Stress verspürt und noch mehr Ängste als du selber hast. Wie lautete gleich einer der bekanntesten Werbespot-Slogans? "Die Mauer muss weg!"

Die Mauer abreißen wird aber schwierig. Es führt kein Weg an ihr vorbei. Zum Glück gibt es noch einen Wachposten vor einer Türe. "Mit ihm du sprechen musst, junger Student.", flüstert Yoda in dein Schweineohr. "Danke, alter Sack!", antwortest du objektiv. "Dein Problem du mit ihm klären musst.", rät mir Yoda weiter. "Alles klar du alte Kackbirne. Dange!", erzähl ich ihm einen vom Pferd. "Tun du es musst. Los, du blasen mir einen, baby.", fordert Yoda, der runzlige Sittenstrolch. Ich setze ihn auf mein Pferd, rufe den Pferdeflüsterer und lasse dem Pferd folgendes zukommen: "REITE die Unke so lange du kannst." Zum Schluss verabschiede ich das grüne Vieh mit einem trockenen "CIAO!" und gehe zum Wachposten...meine Rettung oder mein Verderben.

Dienstag, Mai 01, 2007

Kack die Wand an, alda!

Niemand mag Kirchen. Besonders nicht die Kirchen, die ständig auf sich aufmerksam machen wollen. Ding, Dong...6:59:59. 7:00:00...Däng, Düng...7:00:01. 7:00:02. Da die verwirrenden Zahlenkombinationen die tagesaktuelle Uhrzeit darstellen sollen, darf angenommen werden, dass laute Töne eher unerwünscht sind. Genau so sieht das übrigens der kleine Köter meiner Vermieterin. Wuffiges Getapse über mir, glockiges Getöse weiter weg von mir und Müdigkeit in mir. Ein herrlicher Provinzmorgen!

Auf dem Weg zum BÄcker sehe ich schon aus der Ferne, dass sich die Bäckersfrau mit einer ihr wohl Bekannten unterhält. Als ich den Laden betrete störe ich sie gerade in einem Gelächterregen. Um nicht weiter auf zu fallen stelle ich mich dazu und lache einfach dumm mit. Danach ist es immerhin ruhig und die dämliche Kundin bestellt. Währenddessen halte ich nach meinem Lieblingsfrühstück Ausschau: Zwei herrliche und heute auch helle Schokobrötchen, lecker!

Frau Dämlich bestellt..."eija, isch hätt' gern das Bio-Roggenbrot"...blöde Öko-Schlampe..."dazu nehm isch noch die zwee' Roggebrötsche"...oha, was ein Unterschied du Idiot(in)..."und die beiden"...ihre Augen kreisen in der Nähe der..."Tschokobrötsche'"...CIAO! So einen sinnfreien Bäckerbesuch hatte ich noch nie. Immerhin konnte ich so einen Schwur einlösen. Erst gestern hatte ich mir gesagt: "Wenn du mal einen Bäcker ohne Waren verlässt, verabschiedest du dich mit einem kräftigen 'CIAO!'"

Was macht den Tag besser? Eine lustige Zugfahrt. Von Mainz nach Düsseldorf. Innherhalb von zwei Stunden steigt das Laune-Barometer auf 20°C, vorher wars ja auch Winter bei 0°C, jetzt ist Sommer. Man stelle sich nun vor, dass vor einem zwei OMAs sitzen. OMA1 am Gang lässt OMA2 am Fenster raus. Wahrscheinlich hat OMA2 wieder zu viel Abführmittel gefrühstückt. Jetzt kommt dir im Gang OMA2 entgegen und du musst loslachen und das nicht einfach so: Du lachst über die krümmsten, schiefsten, spitzesten, voneinander weg zeigendsten und bananförmigsten Euter, die du je gesehen hast. Hupen, Titten meine ich...hahahaha! Ich bin vorsichtshalber mal in Deckung gegangen, nachher werde ich noch von einem Euter gestochen und kein Schwein glaubt mir.

Die beiden Schwestern - auf der anderen Seite des Ganges sich befindlich - sollten auf jeden Fall mal nach Monte Carlo fahren und dort im Zirkus auftreten. Zuerst ist die eine zu doof ihre Gummibärchen zu öffnen und die andere zu dämlich ihre M&M's-Packung ordentlich aufzureißen. Ergebnis: M&M's-Gummibärchen-Salat-Buffet auf dem Boden. Mal probieren? Der Schaffner wollte nicht...der weiß halt nicht was gut is'...Idiot! Meine BahnCard und Bankkarte wollte er hingegen schon. So eine Fahrkartenkontrolle ohne ein Wort des Fahrgastes ist bestimmt angenehm, aber ich hatte keine Lust auch nur eine Sekunde auf einen meiner Lieblingssongs zu verzichten: So grün wie die Bäume am Rand der Bahnstrecke, so blau/grau schimmernd wie der Rhein und über die Jahre so gut erhalten, wie die einzelnen aufgereihten Rhein-Burgen hoch auf den Bergen, ist er. Man muss Prioritäten setzen, heißt es doch immer. Bitteschön, da haben Sie eine, lieber Herr Schaffner. Den Süßigkeiten-Salat wollte er trotzdem nicht probieren...Prioritäten-Arsch!

Samstag, April 21, 2007

Wechselabsichten

Geplanter Wechsel nach Gelsenkirchen; Ablösesumme unbekannt; Vertrag läuft im Sommer 2007 aus.

Um Details zu klären treffen sich Wechsler und Manager in der Stammkneipe Fire in the Hole. Bitte leise jetzt, es geht loooooooooooos!

"Tjo, so schauts wohl aus. Im nächsten Semester könnte ich wahrscheinlich zurück nach NRW."
-"Ach, jetzt doch? Steht deine Entscheidung also?"

"Ich denke schon, ja. Im Moment würde ich sofort zusagen."
-"Ohne Bedenken?"

"Zwei, drei, vier Bedenken habe ich natürlich schon, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder wie war dat?"
-"Warum willst du denn überhaupt wechseln? Die Bezahlung in DA stimmt doch, oder etwa nicht? Das Team ist doch großartig."

"Ja, aber Geld alleine macht nicht glücklich. Ohne Familie und alte Freunde ist es echt verdammt hart. Gegen das Team ist nichts zu sagen...jedes Team hat Macken..."
-"Aha, dann liegts also daran, dass du am Ruhrpott hängst?"

"Auch. Schlimmer ist einfach folgende Gewissheit, die jeden Tag erneut hervorgerufen wird: Eine Stadt - ich korrigiere - ein Städtchen in dem du fünf Minuten umherwanderst, ohne eine Menschenseele zu sehen.

Ein Städtchen, in dem ein Hochschul-Campus ist, der ab Donnerstagnachmittag zur Geisterzone wird. Du brauchst dich überhaupt nicht anzuschleichen, um irgendwelche Studenten zu überraschen. Es ist niemand da. Nur die Frösche und Enten im süffigen Tümpel halten die Stellung....vielleicht lieben sie das Landleben....verständlich wäre es. Eine Kröte in der Stadt fühlt sich so unwohl wie ein "Stadtmensch" auf dem Lande, dazu noch in einem fremden.

Ein Städtchen, in dem die älteren Generationen überhand nehmen; vertretend für die gesamte Republik.

Ein Städtchen, in dem man erst ein paar Monate verbracht hat und vorher seine 19 Lenze nie den Heimatort für mehr als zwei Wochen am Stück verlassen hat.

Ein Städtchen, in dem du von bestimmten Punkten zu bestimmten Uhrzeiten zu anderen Punkten genau so lange zu Fuß benötigst, als wenn du Bus fährst (Wartezeit eingerechnet). Absurd, oder? Ist aber so.

Ein Städtchen, in das die Studenten größtenteils von außerhalb kommen. Wenn der Weg zu weit ist, wurde in die Stadt "nebenan" gezogen...jeden Tag in das Städtchen pendeln? Lohnt nicht, alder.

Ein Städtchen, das als Venedig Südhessens bezeichnet wurde...von einer völlig übermotivierten und überdrehten Geographie-Tussi. Sorry, aber etwas LÄCHERLICHERES habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört.

Ein Städtchen, dass man aus Düsseldorf erst nach 4 1/2 Stunden mit Deutscher Bahn und RMV erreichen kann...Sonntags ist das übrigens nicht drin.

Ein Städtchen, in dem ein Campus ist, den wohl nur Leute besuchen, die entweder keine andere Wahl haben, in der Nähe wohnen (sehr, sehr unwahrscheinlich und falls doch: ich leide mit euch!) oder einfach nichts anderes gewohnt sind.

Ein Städtchen, in dem der EDEKA seit den frühen 90ern der Generalüberholung in Strukturen des Managements wohl erfolgreich ausgewichen ist.

Ein Städtchen, in dem KEIN Döner schmeckt...dafür kostet er aber 'nen bissl mehr. Gut so!

Ein Städtchen, in das selbst die lEErkräfte von außerhalb kommen...verständlich!

Ein Städtchen, in dem die Dorfjugend die Wahl zwischen zwei Diskotheken *hust, hust, KEUCHhust* hat. Die Wahl zwischen Elend und Verderben kann man fast nur mit der Flucht beantworten.

Ein Städtchen, in dem im Winter selbst die Hauptstraße nicht mehr von den alt eingesessenen Bewohnern gekehrt wird. Das wird im Sommer nachgeholt....JEDEN Tag, versteht sich.

Ein Städtchen, in dem sich ein Campus befindet, an denen Professoren unterrichten die kiffen oder einfach gescheiterte Existenzen sind. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zum Glück überwiegen die Ausnahmen."

-"Aha..."

"Verstehst du jetzt, wie ich mich fühle?"
-"Vielleicht, ja....ich denke schon. Aber sag mal....übertreibst du nicht?"

"Vielleicht, wahrscheinlich schon, aber das ändert nichts an der Grundstimmung....an meiner Grundstimmung."
-"Verstehe..."

"Endlich mal jemand, der mich versteht. Sonst heißt es immer: 'Da musste durch...'. Ich kanns nicht mehr hören, alder. Wer nicht hier war, versteht nicht, wovon ich spreche. Natürlich kann man hier leben und es sich gut gehen lassen und natürlich darf man ein Studentenleben nicht mit dem Leben im Hotel Mamma vergleichen, aber ist die Einbildung falsch, dass man im Pott mehr machen kann als in und um Darmstadt?
Ich meine...im Ruhrpott und Umgebung hast du Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund, im weiteren Sinne auch Köln. Selbst wenn man nicht jedes Wochenende in eine andere Stadt fährt...es ist einfach alles vertrauter...alles...."
-"Meinste nicht, dass du dich jetzt im Sommer vielleicht einlebst?"

"Wer weiß....so langsam bin ich überfragt, aber eines gibt mir eine Art Bestätigung: Wenn du am verfickten und verhurten Gleis 16 stehst und in Richtung Hessen fährst....dabei Duisburg und Düsseldorf, ja sogar Köln zurücklassen musst und dir dieses Gefühl die Luft abschnürt - wirklich, die Luft abschnürt und du die Tränen nur dadurch unterdrücken kannst, dass der Zug voller Fahrgäste ist - muss doch etwas schief sein, oder?
Du siehst zwei Gleise weiter die Nummer 18...das Gleis, an dem du erst in zwei, drei, vier oder fünf Wochen wieder ankommen wirst...für eine handvoll Tage, um dann wieder an Gleis 16 zu stehen. Und NEIN, es ist nicht der ALLTAG, der stört, denn von Alltag kann man beim Bahn fahren wahrlich nicht sprechen...nein..."
-"Schlaf nochmal die ein oder andere Nacht drüber Kollege...die Transferbestätigung liegt eh noch nicht vor."

"Wie? Noch nicht?"
-"Nein. Das war das, worüber ich mit dir sprechen wollte...das habe ich jetzt getan. Hau rein, ich fahr jetzt wieder nach Hause...."

Montag, April 02, 2007

Einfach mal frei herumgesponnen

Manchmal, nein, oft ist das Leben schwer. Ach was sag ich, sogar absurd. Oder wie bezeichnet ihr es, wenn ein Student sein Fahrrad von der Uni nach Hause schiebt?! Dämlich? Vielleicht, aber absurd ist es auf jeden Fall! Selbst, wenn das Voderrad einen Platten von einer undimensional hektametrischen Größe aufweist, die selbst den Bullen von Tölz verspeisen würde, nachdem dieser wiederum einen afrikanischen Elefanten verdrückt hat. Lecker!

Nach diesem Gedicht für Feinschmecker folgt eine weitere Tragödie. Vom Umfang könnte man sie mit der Reichweite Chuck Norris' Roundhouse-Kick vergleichen; sie gilt also weltweit.
Es fühlt sich so an, als ob die Welt samt Milchstraße und Pluto auf deinem Kopf Mambo tanzt, zwischendurch einen Walzer einlegt, nur um dann wieder Disco-Fox aufs Parkett zu legen. Bedanken sollte man sich!

Eine Frage: Warum ist der Mensch nie zufrieden? Eigentlich soll man ja niemals nie sagen, aber wenn wir ehrlich sind, passt das Wort perfekt.
Entweder denkt man an die Vergangenheit, empfindet diese für besser und trauert ihr nach. Oder, man wünscht sich einen Tag aus der Zukunft so sehr herbei, dass, wenn er da ist, man ihn schon lange durch einen neuen beim Kamel-Händler eingetauscht hat.

Noch eine Frage: Gehe ich richtig in der Annahme, dass das Leben von Mr. Zwickmühle beherrscht wird? Oh, entschuldigung. In der Zeit des Dänglischen muss ich wohl sagen: Mr Predicament.

Im Grunde hüpft man - wie früher auf dem Schulfhof - von Nummernfeld zu Nummernfeld. Setzt vor die Zahlen jeweils das Wort "Problem" und schon habt ihr eine chronologische Auflistung eurer Probleme. So viel Luxus bietet euch die Realität nicht; sie ordnet die Probleme leider nicht in Kästen an.

Gut gefällt mir hingegen ein jemand, der das Leben locker sieht. Mach aus zwei Zwickmühlen eine, aus Einer machst du Keine und schon hast du Mr. Zwick...Mr Predicament (scheiss Dänglisch!) den Dolch durch die Brustplatte direkt ins teuflisch schwarze Herz gestochen. Gegrillt wird morgen!

Noch was: Der Mensch glaubt in fremden Umgebungen ständig Menschen zu sehen, die er kennt. Die aktuelle NEON-Ausgabe verrät woran dies liegt. Der Mensch hat Angst vor einer neuen Umgebung und bildet sich daher ein, bestimmt Leute in einer fremden Stadt zu kennen.

Einen Vorteil hat dies: Man nimmt seine Umgebung bewusst wahr. In unseren Heimat-Ghetto-Vierteln läuft alles wie ein Film an uns vorbei. Egal, ob es der Geschäft machende Köter von nebenan ist, oder die Taube, die vor deinen Augen auf die Windschutzscheibe kotet. Lecker²!

Zum Abschluss: Wie kann es sein, dass manche Leute lieber sinnvolle Dinge in ihren Blog schreiben, als selbst etwas zu lesen. Manche drücken sich förmlich und frömmlich vor einem Shake-Hand mit einem Buch. Warum? Vielleicht weil einem die Geduld fehlt und der Laptop/Fernseher angenehmere Alternativen sind? Schwachsinn!

Es liegt auf der Hand: Der lesende Teil der Bevölkerung wird vom Computer/Fernseher abgehalten, weil ein Buch eine entsprechende Lesezeit in Anspruch nimmt. Vergleichbar mit der Zeit, die man zum essen benötigt, aber eben viel länger. Logisch? Klar!

P.S.: Kalorien sind die kleinen Tierchen, die sich nachts in unsere Kleidung schleichen und diese enger nähen.

Peace

Dienstag, Februar 27, 2007

Mr. Nobody ist da!

Niemand mag Beamte! Schon gar nicht die Terror-Beamten, die einen durch Korridor 3 zu Schalter 5 schicken, um den dort erhaltenen Passierschein 7 an Schalter 9 im 4. Stock, der durch das 6. Treppenhaus von links zu erreichen ist, abzugeben.
Wenn wir ehrlich sind ist vieles anders und nichts so, wie es die Klischees beschwören. In Wirklichkeit sind wir doch nur alle auf die von Vorurteilen behafteten staatlich Beschäftigten neidisch. Ungemein kurze Arbeitszeiten, kostenloser Parkplatz vor dem Haus, kostenloses Essen in dem sich im Keller befindlichen Restaurant "La Muerte" (ob der Name Rückschlüsse auf die quantitaiv geringschätzig vorhandene Qualität des Restaurants schließen lässt?!) und natürlich - und nicht zu verachten - das Knopfdrücken, dass die nächste Wartenummer in roten Zahlen auf schwarzen Grund auf die große Anzeigetafel bringt.

Man sieht hier eindeutig, dass Beamte viele Vorteile gegenüber anderen Arbeitnehmern haben und daraus resultiert der angesprochene - pure - Neid!
Leider ist es schwierig sich mit Beamten anzulegen, da diese aufgrund ihres immer wiederkehrenden Arbeitsrhythmus in Streitgesprächen zu unflexibel und so spontan wie ein Faultier in der Mittagssonne sind. Noch nicht mal zum Frustabbau können Besuche eines Amts dienen. Beamte reagieren auf Beschimpfungen immer gleich: "Unterlassen Sie solche Aussagen oder ich muss Sie aufgrund meiner mir durch den Staat verliehenden Kraft des Amtes bitten die Tür zu benutzen, die Sie in Korridor 5 direkt neben dem 4. Stock, der neben den von links zu erreichendem 6. Treppenhaus liegt, zu benutzen."
Meine Antwort: "Werden Sie dafür bezahlt, den Bären zu vögeln?"
Während die Augen des Beamten so groß wurden, dass ich sein Gehirn "arbeiten" sehen konnte, verschwand ich, um mich in Korridor 5 wiederzufinden. Ich öffnete die besagte Tür und fand Mr. Nobody...nein, nicht Jackie Chan...ich rede von >>Mr. Nobody<<!

Wer Mr. Nobody ist? Ein Terror-Beamter den niemand mag...aus diesem Fakt erschließt sich übrigens seine gewiefte Namenswahl, wie ihr mir später verriet, nachdem er mich an einem Stuhl gefesselt und den verkümmerten Lichtfokus der vergilbten Schreibtischlampe in Detektiv-Manier pedantisch genau auf mich gerichtet hatte. Ich konnte den Fliegen-Mob sehen, den die Glühbirne auf dem Gewissen hatte...dieses Schwein!

Jeder, der das Amt verlassen möchte, muss sich zuerst Mr. Nobodys Fragen stellen und bis jetzt ist noch niemand aus seinem Büro lebend wieder herausgekommen...
Mr. Nobody begann mich auszunehmen, indem er unausweichliche Fragen stellte: "Warum haben Sie meinen Kollegen gefragt, ob er dafür bezahlt wird.."
"Hab ich nicht.", antwortete ich - flexibel wie ich bin.
"Na wenn das so ist", brummelte er in seinen nicht vorhandenen grauen Bart, "lasse ich sie unter einer Bedingung frei."
"Die da wäre?", fragte ich ihn mit einem Blick, der nur eine Antwort nach sich ziehen konnte.
"Wären Sie so freundlich mir Passierschein 8 aus Korridor 3, Gebäude 5, Stockwerk 2, Treppenhaus 9, welches sich direkt rechts vom linksgelegenen 6. Treppenhaus befindet, zu holen?"

Wie lautete meine Antwort? >>"Werden Sie dafür bezahlt, den Bären zu vögeln?"<<

Ich meine, wie bestellt solch eine harte und coole Sau wie Mr. Nobody ein McDonalds-Menü? Ich hätte gerne den sich links oben befindlichen Burger, direkt neben Burger 3 und über Burger 6, bzw. zwischen Burger 2 und Burger 4, den man zum relativ günstigsten Preis erhält, wenn man ihn in Kombination mit den sich unten rechts - westlich von den Cola-Bechern - befindlichen Pommes Frites erwirbt. Natürlich Hand in Hand mit der sich östlich davon abgebildeten Coca Cola.

Wie lautet die Antwort des McDonalds-Verkäufers? >>"Werd Du bezahlt Bär zu vögel?"<<

Also wenn sich selbst der Pförtner eines Amts - Mr. Nobody in unserem Fall - so etwas gefallen lassen muss, kann ich doch auf Beamten-Neid verzichten...diese Bärenv....naja, lassen wir das!

Sonntag, Februar 11, 2007

honour and pride

"Vergiss doch einmal deinen Stolz!"
Schon tausend Mal gehört und nie verstanden, oder doch?! Also ich nicht, die Schlauen unter euch sicherlich, aber darum gehts einmal nicht.

Stolz ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst - aha! Kurze Frage in die Runde: Kennt irgendjemand einen Menschen dem das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst aus dem Allerwertesten fließt? Also ich nicht, die Schlauen unter euch sicherlich, aber darum...naja.

Im Gegensatz zum Stolz ist honour - die Ehre - schizophren genug. Die äußere Ehre steht draußen vor der Tür, die Innere schlummert im warmen Inneren. Leider klopft die Äußere pro Tag ziemlich genau 1003 Mal an die Tür und will hinein. Wer ihr 1003 Mal die Tür öffnet hat im Leben schon verloren. Leben? Ja, genau hierum gehts doch. Die Ehre - die Achtungswürdigkeit einer Person – ist für das Verhalten eines Menschen im Leben ausschlaggebend.

Die Menschen, deren innere Ehre die Äußere immer hineinlässt, sind überangepasst. Sie sind ständig darauf bedacht welche Reaktionen ihr Verhalten bei anderen Mitgliedern der Gesellschaft hervorrufen könnte. Die andere Sorte Mensch hat eine Panzertür zwischen äußerer und innerer Ehre. Ihnen ist alles egal und sie lassen sich nicht von ihrem Ziel abbringen, selbst wenn sie dadurch ständig austeilen und niemals einstecken wollen.

Unterstützt wird diese thematisch bedingte Symptomatik durch – hier wären wir wieder beim Ausgangspunkt meines Gedankenansatzes - Kollege Stolz. Etwas nicht zugeben zu wollen, weil man fürchtet im Ansehen anderer zu sinken und nicht wie Kollege Vollidiot dastehen zu wollen. Genau so etwas nennt man Stolz! Oder liegt es doch an der äußeren Ehre eines Menschen, derer er sich nicht entledigen kann und deshalb den Stolz als „Trenn-Tür“ zwischen äußerer und innerer Ehre eingeführt hat? Man, fast so gut wie Columbo! Wenn das mal kein Volltreffer in Sachen pädagogisch betrachteter menschlicher Verhaltensweisenforschung war. Gefundene Neologismen sind übrigens vom Austausch ausgeschlossen, da reduziert.

Samstag, Februar 03, 2007

Ich geh mal einkaufen, ne'

Um die Sache direkt am Anfang klarzustellen: Sich Samstags in einer eindeutig dem weiblichen Teil der Bevölkerung zugeschriebenen Disziplin zu versuchen, endet doch immer mit dem Schwenken der weissen Fahne, purer Resignation, nervtötendem Wahnsinn oder dem Vergessen des auf der Festplatte im Kopf abgespeicherten Einkaufzettels.
Auf jeden Fall sind das doch alles Dinge die auf mich zutreffen und meine Lieblingsdisziplinchen sind. Also, ab gehts' Rüdiger...äh...Volker...geht schon los mit der Fragmentierung meiner Platte...

Zuerst muss man sich natürlich - bevor man sich in den Kampf stürzt - ausrüsten: Einkaufstasche, Einkaufswagenchip und gaaanz wichtig: Geld. Das wars schon! War ja einfach!
Damit ausgerüstet gehts ab zum Laden deiner Wahl, wo man von blau auf gelb, rot-blau auf weiss oder einfach einem hässlich verzierten "A" begrüßt über dem Eingang begrüßt wird.

Jetzt heißt es: Zück deinen Chip, steck ihn in die vorgesehene Öffnung und schließe sie...schließe sie...schließe sie...maaan, wieso geht das denn nicht? Nach kurzer Orientierungsphase mach ich es einfach genau wie die Oma neben mir, dir mir einen heissen Tipp aufgezwungen hat: "Einmal kräftig gegenhauen, junger Mann!"
Pah, die hat auch noch recht! Nach der ersten Demütigung gehts ab in die Gemüseabteilung, wo zwei Alibi-Bananen gekauft werden. Zwei matschig frische Bananen in der Hand haltend fällt mir der Radiosender auf, der mir aus den Boxen in die Ohren springt;
Ich höre nur: "Herzlich willkommen zu Radio AbCxY, mein Name ist Thorsten Stender/Ständer."
Oha, mein Gehirn fängt an zu arbeiten und fragt meinen Verstand, ob ich wirklich im richtigen Laden bin. Zum Glück setzt mein Verstand sein Veto-Recht gegen die Idee des Gehirns ein den Laden direkt wieder zu verlassen.

Weiter zu den Getränken, zum Metzger, in die Tiefkühlabteilung und natürlich auchh in die Abteilung, wo immer so viel abgepacktes Brot und son' Zeug liegt...wie mag diese Abteilung bloß heißen? Verpacktes-Brot-Abteilung? Packbrot-Abteilung? Überall hängen Schilder mit dem jeweiligen Abteilungsnamen zur Orientierung, nur bei den Broten nicht, warum wohl? Als hilfsbereiter Mensch zücke ich ein DINA1-Blatt, meinen schwarzen Edding und schreibe auf das Schild: "Tütenbrot!" Hah, der Name gefällt mir.
Schnell noch die Blicke der alten Leute, die mich wohl schon ständig verfolgt haben, erwidert und das Rennen gegen die 44-jährige Hausfrau in der letzten Kurve vor der Kasse durch einen kleinen Schubser gewonnen. HA HA HA!, die wollte sich doch eh schon immer in Snickers und co. wälzen, oder? Sie behauptete auf Anfrage zwar grimmig "N E I N !", aber ich bin mir sicher, dass das eine Lüge war. Erwischt, madame!

Nun dann also schnell die erbeuteten Waren auf das Kassenband gepfeffert, den auferlegten Begrüßungsblick der Kassiererin mit einer fröhlichen Trauermiene konfrontiert, 19, 3999999 € gezahlt und die Sachen sicher in den Einkaufstaschen vergraben. Bananen, Fleisch, Tiefkühlkost, Milch, Toastbrot, Haxe, Putzeimer, Blumenerde, Fernseher, Ambus, Klavier und Tresor...oha, ob die Bananen ganz unten noch ganz sind?
Den matschigen Geräuschen nach zu beurteilen: JA! Alles im Lack! Puh...

Mit erhobenem Haupt kann ich das Jagdparadies verlassen, den Einkaufswagen parken, nachdem man 100000 Mal die Frage beantworten musste, ob man einen CHIP oder einen €uro im Schlitz stecken hat. Da frage ich mich jedes Mal: Welcher Schlitz zur Hölle? Ich versteh die Leute manchmal nicht.
Draußen steht immer noch die Oma vom Anfang und schafft es nicht ihren Einkaufswagen anzuketten. Hah, das ist doch meine Chance!
"Einfach den Wagen reinschieben und gehen, alte Frau!"

Mittwoch, Januar 31, 2007

Dett iss so wie et iss(t)












*Tür auf*
*Rausgehen*
*Tür zu*
*"Woooooooooohoooooo!"*

Zusammenhangslos? Auf jeden Fall, aber wie soll ich Freude sonst darstellen, wenn mich eine Tür von einem Date mit derselbigen trennt? Worauf ich hinaus will? Keine Ahnung, obwohl, sperrt mal eure Lauscherchen weit auf:

Im Grunde geht es uns allen doch viel zu gut. Dem kleinen Jungen mit seinem Lutscher im Mund, der alten Dame auf dem klapprigen Fahrrad und auch dem ärmsten im Ehebund mit Witwe Hartz-IV.

Im Grunde müssten wir uns doch jeden Tag selber auf die Schulter klopfen und uns freuen, dass es uns dermaßen gut geht.

Im Grunde darf man doch über nichts nörgeln, meckern, geschweige denn flaxen, denn unsere Probleme sind doch nur wie ein Alibi bei den schlechten RTL- und SAT.1-Kommissariatssendungen...nenne ich sie mal.

Im Grunde geht es uns durch die schützenden Grundrechte so gut, dass wir es gar nicht mehr mitbekommen.

Im Grunde sind alle Probleme eingeredeter Natur, in anderen Ländern gibt es noch nicht mal eine Natur, dafür aber eine Menge an Problemen.

Im Grunde haben viele andere Individuen weit wichtigere Probleme zu lösen, als solche, ob man jetzt für einen PC mit Internetanschluss GEZ-Geühren zahlen soll. Warum soll ich eigentlich dafür zahlen? Der Fernseher wird doch auch schwarz betrieben, lächerlicher Aufstand, Alibi-Problem gelöst!

Warum soll ich weiterhin nörgeln und mir Probleme einreden, die ich ohne manch anderen gar nicht hätte?
Warum genießt man das Leben nicht einfach so wie es ist?
Warum gibt es solche Begriffe wie Globalisierung und "special assistant concerning executives activities in communication processes"? Ach das Zweite gibts nicht? Dann wirds aber Zeit, neue Probleme braucht die Welt, denn damit verdrängt man elementare Probleme in den Hinterkopf und der ist bei den meisten Menschen hohl, wie eine leere Abstellkammer und wenn sie doch voll ist, dann mit altem Kram...Tugenden, alten Wertvorstellungen und Normen.

Leute in anderen Ländern haben keine Häuser, manche von uns kein iPhone...aber das kommt ja schon im Winter.
Leute in anderen Ländern haben kein Essen, manche von uns haben nicht die 20 Cent um bei BK oder McD auf ein MAXI-MENÜ aufzustocken...tragisch, aber in den Sparbüchsen neben den Kassen kann man gespendete 5-Cent-Stücke aus dem Schlitz fingern: Problem gelöst.

Was dem einem der Reis ist, ist dem anderen ein XXL-Bürgerchen und damit meine ich nicht die übergewichtigen Amerikaner...egal ob U oder Ü, die Amerikaner kennen ja keine Umlaute, diese Trottel.
Habt ihr nach dem langen Text Hunger bekommen? Ja eigentlich nein? Nein eigentlich doch? Doch ja eigentlich? Nein ja eigentlich nein? Egal, ich geh mal Reis kochen...

Samstag, Januar 20, 2007

Orkan olé!

Hätte Kyrill nicht eben Kyrill geheißen, hätte man ihm auch einen Namen verpassen können, der durch ein im deutschen Sprachgebrauch beliebtes Schimpfwort repräsentiert wird.
Was fällt diesem "Orkan" eigentlich ein? Einfach über Deutschland herfallen und einen Saustall zurücklassen; sowas kennt man sonst nur von...Heuschrecken...aus südlicheren Ländern.

Wer ist am Donnerstagabend eigentlich noch Bahn gefahren? Also ich war dabei und ich muss sagen: Klasse! Faszinierend! Atemberaubend! Mir hats wirklich gefallen, ehrlich. Ich meine, wann hat man sonst schonmal die Chance zwei Stunden im Schneckentempo über die Schienen zu heizen? Richtig, nur am achten Wochentag, also nie. Zeit ist Geld und andersrum oder wars doch andersrum? Keine Ahnung, ich bin total verwirrt, denn in Koblenz war Schluss mit lustig. Pünktlich um 19:30 Uhr hat der Zug 130 Miunten nach Mainz einen weiteren Hbf erreicht. Um die Uhrzeit hätte der geneigte "Deutsche-Bahn-Nörgler" schon den Hauptbahnhof von Düsseldorf erreicht, aber Kyrill muss ja wieder rumzicken...

Aus Sicherheitsgründen durfte der Zug Koblenz nicht verlassen, die Fahrgäste wurde auf den kalten und nassen Bahnsteig geworfen, die Schaffner hatten genau so viele Ratschläge für einen wie ein leerer Kartoffelsack - nur ohne Sack eben. Nunja, zum Glück schweist so eine Situation zusammen. Zu dritt stürzt man sich nach einer kurzen Beratung in ein erfolgloses Klischee-Schaffner-Interview

Fahrgast X: "Wie geht es jetzt weiter?"
Schaffner (schaut verdutzt und empört zugleich): "Keine Ahnung."
Fahrgast X: "Fährt der Zug heute noch weiter?"
Schaffner (nervös): "Keine Ahnung."
Fahrgast X: "Fährt der Zug morgen weiter?"
Schaffner (genervt): "Keine Ahnung."

"Keine Ahnung" wird zur Universalantwort - wenn auch zugegeben - verständlicher Weise. Danach geht es ins >>Service<<-Zentrum der DB. Mit Schlangen war in demselbigen zu rechnen, natürlich nicht mit meterlangenAnacondas, eher mit Blindschleichen, aber die saßen auf der anderen Seite des Schalters...alle mit so komischen roten Mützen auf dem Haupt.
Nach einer langen Kurzweile wurde die Frage nach einer Kostenerstattung für ein Hotelzimmer ebenso zurückgeschmettert wie die nach einem Sammeltaxi. Einzig die Fahrkarten konnten für den nächsten Tag gültig geschrieben und die nächstmöglichen Verbindungen ausgedruckt werden. Vielen Dank dafür, aber ob die Züge wirklich fahren wusste niemand, selbst der Interview-Schaffner vom Bahnsteig nicht. Komisch eigentlich, der weiß doch sonst alles!

Nach weiteren Handy-Telefonaten wurde der Dreier getrennt; die Schauspielerin unter uns Dreien machte die Fliege in Richtung Hotel; von der Produktionsfirma gebucht. Wir zwei verbliebenen (Studentin + Student) versuchten glücklos in der Nähe des Hbf ein Hotel zu entern; kentern hätte diesen Vorgang auch gut beschrieben, da es dieser hätte sein müssen, um in den ausgebuchten Hotels ein Zimmer zu bekommen. Aber kennt ihr Freunde? Freunde sind wichtig und hilfreich zugleich. Nach einem Telefonat stand fest: Vom Hbf immer geradeaus bis zu einem Platz. Dort auf einen weiteren Studenten gewartet, der uns in seine WG geleitete. Kontakte zahlen sich eben doch aus, egal wie kurz und woher man sich kennt.

Eine WG wie keine andere: Zwei lustige männliche Studenten mit ausreichend Bier im Kühlschrank und Bier-Rabatt-gewehrende Dönerbude um die Ecke. So verfliegt ein Abend ziemlich schnell zumal sich zwei WG-Freundinnen ebenfalls einnisteten. 6 Menschen also, von Wänden, Fenstern und Arsch...., äh, ich meine Kyrill umgeben. Sehr gut, dachte ich mir.
Der Plan sah übrigens vor um 4.20 Uhr aufzustehen um den ersten ICE um 5.03 Uhr in Richtung Köln zu nehmen. Dumm nur, wenn man erst um 1 Uhr den Weg ins Bett findet und drei Stunden wach herumliegt, da die gegenüberliegende WG Spaß hat, bis 4.00 Uhr morgens Spaß zu haben. Egal, 20 Minuten Schlaf reichen doch locker um einen 21-stündigen Tag zu verkraften!! Alles andere wäre lächerlich.

Im Vollschlaf verlässt man also die WG, und verschwindet im Horizont der Fußgängerzone im Regen, von Kyrill keine Spur, selbst nach mehrmaligem paranoidem Umblicken. Im Hbf angekommen empfing uns ein Gong, den man aus Schulzeiten kennt, nur viel zu laut...fast wie ein dämliches Weckerklingeln. Resultat? Keine Ahnung, ich versteh das Wort nicht, aber was nach etlichen Durchsprecheraussagen herauskam war: 2 1/2 Stunden Wartezeit. Dann, ja dann erreichte Koblenz ein leerer Zug, der nach schätzungsweise 0,000000000002ms VOLL war. Stehplatz ahoi!

In Köln wurde das Duett das Kyrill bezwang getrennt. Nun galt es nur noch die Wartezeit im überfüllten Kölner Hbf in Kauf zu nehmen. Dabei trifft man auch tausende verärgerte und nörgelnde Menschen. Darunter ein Marcel, der jeden Schaffner anpöbelt und jedem (auch mir) sein Leid aufs Auge drückte...auch Fliegenschiss tut im Auge weh.
Solche Leute sind gefundenes Fressen für die Medien, die binnen einer Stunde in Köln vertreten waren. Ob WDR, ARD, RTL, N24 oder news, alle mussten sich in oder vor der Haupthalle des Hbf versammeln, um denselbigen zum Platzen zu bringen. Ein interessanter Schachzug, den selbst Deep Blue oder Fritz nicht verstehen würden.
Nach 85 Minuten Wartezeit war es geschafft, es lag nur noch der Weg nach Düsseldorf vor mir und die 18-Stunden-Tour von Mainz in Richtung Heimatort war schon zu Ende. Mit einem viel zu abrupten Ende und einer zu vorhersehbaren Story. Außerdem war es zu kurz und insgesamt zu dunkel. Auf ein nächstes Mal kann man trotzdem getrost verzichten, nicht wahr Kyrill?

Donnerstag, Januar 18, 2007

Nur ein weiterer Freak im Freak-Königreich

"Hahahahahahahahaha......*schnief*......hahahahahahaha!", ertönt es aus einem Raum mit verschlossener Tür. Dieses perfide und absurde Gelächter zaubert einem den Gesichtsausdruck eines Fragezeichens ins Gesicht und lässt einen zugleich wie einen Eiszapfen aussehen. Counter-Strike-Spieler würden kurz und knapp fragen: wtf? (what the fuck?)

"Egal, rein da du Pfeife!", ertönt es von den billigen Plätzen. Manche wollen also mehr lernen als ich? Ha, ein "Ich-möchte-in-einer-Uni-am-meisten-lernen-Duell"! Das nehme ich an und schmeisse die Tür auf.
Potzblitz! Der Raum ist leer, stockfinster und über den Beamer flimmern abstruse Dinge, die man mit dem Adjektiv "alt" leicht beschreiben kann. Kurz darauf geht das Licht an, der "Leerkörper" steht vor uns und geleitet uns einzeln zu unseren Plätzen, der alte Schleimscheisser. Vor allen Dingen um die Damen kümmert er sich sorgfältig...

Danach schaut man in gemütlich gelangweilter Runde weiter nach vorne auf die Leinwand, während der Beamer sich über den Köpfen der Stukkadenten fast weigert den Bildschirm des Leerkörpers Laptop abzugreifen. Warum? Keine Ahnung, fragt doch den Beamer, man! Ich muss mich hier nicht für alles rechtfertigen und versuche nur alles möglichst objektiv zu beschreiben, zu erläutern, zu verdeutlichen und zu putzen...ach, stimmt, putzen muss ich ja auch noch...narf. Man hat schon nen hartes Leben als Bürgerjournalist (gerne auch mal als "Burgerjournalist" bezeichnet, ist ja klar, Bürger stammt aus dem Englischen, vergleichbar mit Bruger K***). Ständig wird behauptet man würde den Journalismus irgendwann verdrängen und gegen die Qualitätssicherung wirken. Mit solchen Anschuldigungen kann man leben, aber muss man auch?! Handelt es sich bei diesen Anschuldigungen etwa um ein Werturteil, oder um eine Tatsachenbehauptung?! Gegen Werturteile hat man nichts in der Hand, aber wenn es eine falsche Tatsachenbehauptung ist, verklage ich den Journalismus, wenn der nur am Nörgeln ist!

Zurück in den "Raum": Warum soll man für so etwas ab übernächstem Semester 50000 Cent für sechs Monate bezahlen? Jetzt kostet es doch auch nichts, nichts beigebracht zu bekommen. Ab Oktober 07 soll man dann für Zeitverschwendung Geld zahlen? "Genau, Unverschämtheit!", ertönt es von hinten. Da fass ich mir doch an' n' Kopp und frage mich zu Recht: Habe ich laut gedacht? Na wenn schon! Ist doch nur die Wahrheit, die niemand hören will. Im Fachjargon wird so etwas "Alibi-Wissensvermittlung" genannt. Wo ist denn das Geunsheitsamt, wenn man es mal bei Kontrollen braucht?! Aber eines merk ich mir, demnächst behalte ich sowas für mich...gleichzeitig möchte ich mich von mir distanzieren und nicht für die Inhalte dieser Internetseiter verantwortlich gemacht werden. Dass das mein Recht ist, weiss ich. Siehe §50023 GG Abs. 2034 Nr. 4,342387.

Ich muss weg...

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Kick ma hier

VS.












"Hätt ick dett jewusst, hätt ick Schweinebraten gemacht!", sagte einmal eine Person, die niemand kennt. Warum ist diese Person unbekannt? Keine Ahnung, denn keiner kann mir eine Antwort auf diese Frage geben.

Völlig egal, der Punkt liegt hier doch beim Schweinebraten! Wenn es mal Schweinebraten wär...
Selber kochen und dann direkt Schweinebraten?
"Nee, niemals! Da fängste klein an, mitm Putenschnitzel oda so", sagte die unbekannte Person.
Achso, dachte ich...mitm Putenschnitzel also. Gar kein Thema, Putenschnitzel gekauft, zubereitet wie es auf der Verpackung stand, angebrannt, innen roh, lecker!
"Dazu ein, zwei Frühlingsrollen, det jibt nen jutes Menü!"
Achja, nur Fleisch ist doof, also muss Gemüse im Teigmantel her. Gekauft, zubereitet wie es auf der Verpackung stand, angebrannt, innen kalt, lecker! Mehr Tipps bitte, Mr. X!
"Jar keen Thema, det jibt unzählige Möglischkeiten nen lecka Menüchen herzurichten, wa. Aber mal im Ernst, haste die Schnitzel und de' Rollen net aufjetaut? Du Pfeife!"
Auftauen muss man sie also, die hinterlistigen Biester! Dann muss heute Abend wohl nen zweiter Versuch her, 50 Prozent des Gekauften lümmelt immerhin noch im Gefrierfach rum. Nach einer 2-stündigen Auftauorgie ist das Fleisch innen immer noch hart. Hier handelt es sich also definitiv nicht um ein 10-Minuten-Tüten-Gericht!
"Watt haste erwartet du Gurke? Fleisch ist kein Kaninchenfutter, alleine schon, weils net grün ist."
Da hat der Unbekannte Recht...so ein Klugscheisser!

Junge, sagte ich, dann erzähl mir doch mal was anderes. Völliger Themawechsel, aber egal, du bist bestimmt ein Multi-Talent.
Warum fahren Menschen auf ihren Fahrrädern auf dem Bürgersteig, obwohl neben ihnen ein 30m breiter Radweg seine Linien in Richtung Horizont zieht? Sehen sie sich als Bürger und nicht als Radfahrer? Fühlen sie sich als Radfahrer der laufenden Bevölkerung so hingezogen? Sind sie einfach dämlich? Erzähl mal was dazu!
"Ach meen Jungchen, det ist doch janz iesy! Die Biker wollen ma einen raushauen und die Passanten schnieke umkurven, so wie's die Autodriver mit den Radlern machen, verstehste?"
Tjo, klar, klingt plausibel...aber WARUM passiert das nicht überall in der BRD? Es passiert nur hier, in diesem kleinen Örtchen!
"Puh, jute Frage, aber ick als multikulturelles-Multitalent erzähl nur das dazu: Manche Leute sind dämlich. Da kommt et vor, datt viele dämliche Menschen auf einem Fleckchen leben, verstehste? Die wollen alle mal nen Dicken machen, können sich net anders profilieren."
Klar, kann gut sein. Naja...danke X du Banane, ich geh mal kochen, ne...was machst du noch so?
"Ick?"
Ja, hat ihr sonst noch jemand keinen Namen du Unke?!!!!
"Ach, ick wollt mal den neuen Imbiss testen. Die Pflaume von Imbisscheffe macht nämlich vorzüglichen Schweinebraten. Damit ick schlank und jeschmeidig bleibe, nehm ick ma dein Rad, ne? Et jibt nen neuen Bürgersteig am Damm, den wollt ick mal entlangcruisen. Rinjehaue!"

Dienstag, November 14, 2006

Dies und Das

Warum ist Frischkäse immer genauso lange haltbar wie Toast? Warum sind alle Verpackungsinhalte so groß? Warum sind die kleineren Verpackungen samt Inhalt teurer? Etwa damit die Singles - die die Hauptabnehmer kleinerer Verpackungen sind - eine Familie gründen, um größere Packungen kaufen zu dürfen und dabei auch noch Geld zu sparen? Wenn Kinder in den ehemaligen Singlehaushalt Einzug erhalten bleibt man auch nicht mehr auf halbleeren Vepackungen sitzen. Drei oder vier Leute essen nunmal mehr als ein Single. Es scheint sich bei der Preisgestaltung tatsächlich um ein von der Bundesregierung aufgesetztes Unterfangen zu handeln. Stichwort: Familienpolitik, aber davon hat Ursula von der Leyen sowieso keine Ahnung. Pech gehabt!

Freitag, Oktober 06, 2006

From D to D



Ring, ring, ring...(das Ringen wird lauter und aufdringlicher)...RING, RING, R I N G!!!! Klirr!?! So, den Wecker mal wieder erfolgreich außer Gefecht gesetzt und direkt langsam aufgesprungen um gekonnt langsam auf schnellem Wege ins große Kleinbad zu gelangen. Ach scheisse, Duschhandtuch auf dem Bügel vergessen, auf dem es hängt, um beim Abhängen zu Trocknen. Junge, wenn der Mensch solche Tagesaufgaben hätte, würde er noch blöder! Egal, Handtuch geschnappt, geduscht, fein gemacht, anziehen, Sachen packen, alles kontrollieren und aus die Maus raus ausm Haus.




Einen schnellen Spaziergang zum "Bahnhof" eingelegt, ne FAZ gekauft und einen unterirdischen Katzensprung später stehst man schon auf Gleis 3 und wartet in D. auf den Zug nach M. Nach M? Jojo, der Zug nach D. kommt noch, nämlich in M.! Total verwirrt? Egal, später wirds aufgelöst, aber pssssst! Nicht verraten, man!

Der Zuch kütt, ach nee, falsche Stadt. Hier heißt des wohl eher: Die Meeenzer kommen! Wie auch immer, der überfüllte Zug, der gerade gehalten hat, muss erklommen werden. Schnell die Lage im Abteil abgecheckt und den besten Sitzplatz ausgeguckt. Hinsetzen, Musik an, lesen! Eine Stunde später - ach, schon? - bist du von D. nach M. gefahren worden...ganz gemütlich, ohne Luxus, aber du bist da - Herz, was willst du mehr? Ok, fragen wir das jetzt lieber nicht, denn nach dem schwierigen und engen Ausstieg musst du dich erneut als Reinhold Messner beweisen - Treppen gehen im Leben eben doch zu oft nach oben. Egal, was du hochgehst, gehst du auch wieder runter (uralte Indianer-Weisheit...oder nicht? Gabs da überhaupt schon Treppen?!).

Jetzt erstmal den Hbf von M. erkunden: Hier ein Blick, da ein Blick, da ein Grinsen und da eine Bude neben der anderen. Nichts neues also, alle Hbf ähneln sich - aber ich weiß wirklich nicht, woran das liegen könnte. Weil sie alle "xxxx Hbf" heißen? Weil sie alle ein Hbf sind? Keine Ahnung, wirklich.




Anzeigentafel gefunden, richtigen Zug gefunden, richtige Abfahrtszeit gefunden. Stopp! Doch nicht! 20 Minuten später...achso, klar...warum nicht?! Egal, durch die gute Anbindung hätte man sowieso nur 40 Minuten warten müssen, da stören einen doch nicht 20 Minuten, oder? Was sind schon 20 Minuten? 1200 Sekunden? Ja!

So bleibt immerhin noch Zeit den Hbf genauer unter die Lupe zu nehmen, mal sehen, was haben wir denn da? Einen Supermarkt, zwei Bäcker, einen McDonalds, einen riesigen Zeitschriftenhändler, das DB-Reisezentrum und den DB-Info-Service-Schalter. Schnell in den Zeitschriftenladen gerusht, so getan als hätte man wenig Zeit, man muss sich eben den Verhaltensweisen der Klienten eines solchen Ladens anpassen - andernfalls wird man schnell auffällig und enttarnt. Spiegel, Focus, WAZ, FZ, Geo, Bunte, ComputerBild, "NimmMich!". "NimmMich!"? Naja, nunja, also...wie soll ich es sagen? Das ist die Ecke des Ladens, in der sich die meisten Leute aufhalten, aber JEDER der in der ECKE steht, liest eine Zeitschrift aus dem Nachbarregal (z.B. Wendy oder Bravo - Erwachsenenzeitschriften halt) und keiner tut das, was alle in der Ecke denken: Schmuddelhefte à la "NimmMich!" sind cooool.

Egal, du verlässt den store also mit einer Wendy in der Hand, schwingst dich auf die Rolltreppe und wartest...wartest...schläfst im Stehen ein, aber du wartest. Dann geht alles ganz schnell: Zug. Ankunft. Einstieg. Platzsuche. Hinsetzen. Heft raus. lesen. Durchsage des Kapitäns (?!). Du kommst nach K., nach B., nach K. und schließlich nach D. Deinem Zielort, deinem Heimat-Hbf, der sich bei genauerer Betrachtung und nach einer längeren Wiederkehr stark von anderen Hauptbahnhöfen unterscheidet. Er ist größer, schöner, heller, voller, anders. Jetzt fällt dir ein, dass du doch noch die Ausgabe deines Lieblingsmazins gar nicht gekauft hast. Du gehst in den Zeitschriftenladen deines Vertrauens in der Halle des Hbf, siehst den Spiegel, die WAZ und die FAZ, eine Geo-Ausgabe, eine Bunte, eine ComputerBild, eine Ecke, eine Wendy, eine Menschenmenge, eine "NimmMich!", eine Menschenmenge und eine Bravo. Haha, jetzt fällt es dir wieder ein: Hauptbahnhöfe sind doch irgendwie alle gleich - und die Bravo wird gekauft.

Samstag, September 30, 2006

Zeitsprung: Ganz besondere Tage...

...sind Tage, die jeder kennt, die jeder erlebt hat, die jeder miterlebt hat, die jeder noch erleben wird. Im letzten Fall kann man noch nicht erahnen, was es ist, dass es dem Tag erlaubt, sich "besonders" schimpfen zu lassen.

Kennt ihr diese Gedanken nicht? Die Gedanken, die sich alle um die Wörter "wenn" und "hätte" drehen, die die Wörter so einspinnen, dass sie von der Last erdrückt werden?

"Ach verdammt, wenn ich damals anders gehandelt hätte, wäre...!"

Ganz besondere Tage sind prägende Tage. Die Persönlichkeit wird durch besondere Tage beeinflusst und meistens erlebst du als klügstes Individuum auf der "Mutter Erde" Tage, die frustrierend sind, dich in die Ecke drängen, dir den Angstschweiß auf die Stirn treiben und das nicht nur in der Nacht im Bett, wenn du mal wieder träumst!

A pro pos Träumen: Kennst ihr die Träume, in denen man genau so lebt, wie man es sich - natürlich - erträumt hat? Ist es nicht schrecklich beim Klingeln des Weckers aufzuwachen, sich auf seine Füße zu stellen und zu merken, dass man wieder in der Realität angekommen ist? Nein...? Doch...? Vielleicht...?

Wenn du so einen Traum gehabt hast, ist doch eines klar: Du bist unzufrieden, du willst mehr, immer mehr - du verhälst dich einfach so wie alle Menschen...du strebst nach Reichtum, Freunden, Liebe und noch vielen Dingen mehr. Das bedeutet auch, dass du an vielen besonderen Tagen irgendetwas falsch gemacht haben musst, weil du verdammt nochmal nicht wusstest, dass sie besonders - prägend - sind. Warum hat noch niemand eine Zeitmaschine erfunden? Wahrscheinlich weil es dann nur Menschen gibt, die reich sind, viele Freunde haben und geliebt werden. Das Träumen würde auch überflüssig werden...

Schon blöd, dass es Dinge gibt, die niemals real werden. Aber wer keine Träume hat, hat nicht gelebt und du sollst jeden Tag so leben, als wäre es dein Letzter. Alles ganz tolle Ratschläge, aber gibts keinen Ratschlag, der dir rät diesen Ratschlag auch ernst zu nehmen und zu verwirklichen?
Jeden Tag so zu leben, als wenn es dein letzter wäre, würde dich nach einem Tag um die Hälfte deines Kontostands beerben, nach zwei Tagen wärst du pleite, am Dritten auf der Straße und dann? So geht das doch nicht! Gemeint ist wohl, dass man jeden Tag - in seinen Rahmenbedingungen - so leben soll, als wäre es der Letzte. Aber macht das Spaß? Gerade dem letzten Tag - bewusst - nicht das Prädikat "besonders" zu verpassen?

Mittwoch, September 20, 2006

Life is all about earning skills

Arbeitest du zum Leben oder lebst du, um zu arbeiten? Auf die meisten Menschen treffen wohl beide Aspekte zu und die Person, die diese Frage beantworten kann muss erst noch geboren werden oder ist bereits schon tot. Man weiß es nicht.


Aber wer kennt - das Phänomen "Leben" - nicht? Alles beginnt im Kindergarten. Das Gedächtnis wird geboren, die ersten Erinnerungen werden in den Windungen unserer Gehirnmasse live aufgezeichnet, so dass sie später abrufbar sind - ob gewollt oder nicht. Man trainiert die Grob- und Feinmotorik, gibt der Aussprache und dem Ausdrucksvermögen den letzten Feinschliff und malt was das Zeug hält. Man tat dies, weil es Spaß machte und weil man noch zu klein und naiv war, um den Hintergedanken zu erahnen.

6. Lebensjahr! Level up! Lvl.2!

Die Grundschule ruft! Es wird nun auch geschrieben, gelesen und sogar gerechnet. Du hast also ganz schnell 26 neue Freunde, verbringst die Zeit mit a, e, i, o, u, fragst dich wie aus 1 + 1 = 2 wird, denn du kannst die beiden 1en drehen wie du willst: du wirst nie auf die Form der 2 kommen! So ist das Leben nunmal. Aber du weißt noch gar nicht, warum du es eigentlich lernst und deswegen macht es Spaß.

10. Lebensjahr! Level up! Lvl.3!

Die weiterführende Schule ruft! Dein Mund muss auf einmal Laute formen, die der Weltsprache "Englisch" angehören. Warum? Du verstehst es noch nicht und spätestens nach der ersten 5 macht es keinen Spaß mehr. Ein Unterschied zur Grundschule und zum Kindergarten, in der die Welt noch heil war! Du fragst dich, wer eigentlich "Charles" ist und warum die Römer die Zahlen so komisch geschrieben haben.


19. Lebensjahr! Level up! Lvl.4!

Piff, paff! Im Idealfall besitzt du nun dein Abitur und dir stehen "viele" Wege offen. Nutzt du sie? Oder lebst du, um zu leben? Was ist eigentlich "leben"? Ist es jeden Tag das Gleiche zu tun, um immer ein Jahr älter zu werden und sich die Zeit zu vertreiben? Dafür werden viele sogar bezahlt! Andere machen das Gleiche, werden aber nicht bezahlt, weil sie sich noch auf Lvl.3 befinden und noch nicht genügend "skills" besitzen, um Lvl.4 zu erreichen.

Der Begriff "skills" stammt aus der Computerwelt und der Vergleich mit dieser liegt nahe, denn in manchen Spielen kann man seinen Charakter durch ständiges Training verbessern (leveln) und von Level zu Level mehr Fähigkeiten erlangen. Die Spiele-Entwickler müssen ja irgendwie auf die Idee gekommen sein, ein "Level-System" zu erschaffen. Wo sie das wohl herhaben? Doch nicht aus der echten Welt?! Oder doch?! Inzwischen vergleicht sogar schon irgendwer das Leben mit einem Computerspiel. Paradox oder eine Folge unserer gesellschaftlichen Entwicklung?
Die Spiele-Entwickler haben sich - mal wieder - etwas aus unserem Leben abgeschaut. Gar nicht so dumm, oder?

Man lernt im Leben ständig neue Sachen kennen, auch Menschen, muss ständig dazu lernen, nur um den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Wer dies nicht tut, wird den Anforderungen nicht gerecht, verliert jeglichen Respekt. Tja, spreche ich gerade vom "Leben" oder von einem Computerspiel? Ich weiß, ich weiß, das ist mal wieder eine gute Frage.

Aber wisst ihr was ich morgen mache? Ich geh einfach mal wieder in den Kindergarten. Da war ich jetzt zwei Wochen nicht mehr und ich muss mal wieder hin. Nächste Woche ist Einschulung...


Ich hab noch 'ne Meinung von George W. Bush zum Thema. Die möchte ich euch nicht vorenthalten, biddeschöööön:






Mittwoch, August 30, 2006

Das Zitat der Woche Part X....

"Günther Koch schien unbedingt auf der Glatze Locken drehen zu wollen."

Bernd Gäbler

Da bleibt doch nur eins zu sagen: Günther, du bist sooo däämlich!

Das Zitat der Woche Part IX....

...stammt mal wieder von Bernd.



"Schadenregulierung ist ja hier mehr die Milz... hat man, kein weiß genau was sie eigentlich macht und zur Not geht's auch ohne.... aber das Archiv ist ja das Großhirn und da ist klar ohne das ist gleich Essig, und Essig alleine ...."

Bernd Stromberg

Fliegender Wechsel...

...im Linienbus! Tja liebe Leute, es ist nunmal Realität, dass Personen im Bus ihren Sitzplatz wechseln, aber bald braucht man dafür eine ausgetüftelte Strategie, damit sie sich nicht selbst über den Haufen laufen. Eine Einführung des Reihenwechsels, wie er beim Eishockey Standard ist, sollte durchgeführt werden! Warum? Eine kleine Skizze wird alles verdeutlichen:


Bus von oben


Du sitzt in dem oben - grafisch aufwendig designten - Bus, an jeder Haltestelle steigen Leute ein, an einer anderen steigen sie wieder aus. Aber während der Fahrt wäre es natürlich langweilig sitzen zu bleiben! Man kommt rein und sucht sich einen Platz aus. An einer Haltestelle steigt eine Person aus und eine andere, die sich im Bus befindet, wechselt ihren Platz. Warum tut sie dies? Ich habe keine Ahnung, denn alle Sitze im Bus sind gleich: hart, ungemütlich und dreckig. Liegt es an den Mitfahrenden? Eher unwahrscheinlich, denn der Mensch sucht sich im Bus immer eine Sitzreihe aus, die unbelagert ist. Auf jeden Fall wechseln manche Personen bis zu 3x ihren Platz während einer Busfahrt - dieser Wert wurde statistisch ermittelt!

Wer also schon immer keine Lust auf Eishockey spielen hatte, kann einfach mal ne Runde im Bus mitfahren. Den Reihenwechsel lernt ihr dann ganz schnell.

Dienstag, August 22, 2006

Das Zitat der Woche Part VIII....

...stammt aus dem Radio. Der Nachrichtensprecher des WDRII wird es wohl am wenigsten mitbekommen haben, die Redaktion der Sendung wahrscheinlich überhaupt nicht, denn ansonsten hätten sie den armen Mann die Nachrichten bestimmt nicht in dieser Reihenfolge ablesen lassen (ich kann leider nur den Wortlaut wiedergeben, ich zitiere dieses Mal also nicht ganz korrekt):

1. Nachricht: "Gegen den am Samstag in Kiel festgenommenen 21 Jahre alten libanesischen Studenten wurde am Sonntagabend Haftbefehl erlassen. Nach dem zweiten mutmaßlichen Bahn-Bombenleger wird weiter gesucht. Das verkündete [...]"

2. Nachricht: "Die libanesische Regierung hat nun offiziell um finanzielle Unterstützung gebeten [...]."

Ist das nicht eine verrückte Geschäftsidee? Zuerst in einem Land hunderte von Menschen umbringen wollen und dann um finanzielle Unterstützung betteln, weil man nebenbei auch noch einen Krieg führt! Wer weiß wie es sich hinterher auszahlt, wenn wir wirklich zahlen sollten...Sprengstoff ist auch käuflich.